Veranstaltungsreihe "Schreiben über Tanz".

1. bis 6. Dezember 2018 

in diesen Tagen macht sich das Team von tanzbar_bremen zusammen mit Fachleuten aus Kunst und Kultur, Journalist_innen und wortinteressierten Menschen auf die Suche nach neuen Formen des Schreibens über Künstler_innen mit Behinderung im Tanz, den Darstellenden Künsten und anderen gesellschaftlichen Kontexten. Bewusstsein schaffen, Stolpersteine erkennen und benennen, Qualitäten erfassen und das Formulieren von Betrachtung, Meinung und Kritik stehen im Mittelpunkt der Workshops, Vorträge und praktischen Übungen.

 

Am 1. + 2. Dezember 2018 leiten zwei Mitglieder der Redaktion Ohrenkuss die Schreibwerkstatt "Wie schreibt man übers Tanzen?". Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich fürs Tanzen und das Beschreiben von Tanz interessieren. Zusammen mit Katja de Bragança, Chefredakteurin beim Magazin Ohrenkuss und ihrer Kollegin Anne Leichtfuß suchen wir nach Wegen, Bewegung und Musik mit Worten zu beschreiben. Dafür arbeiten wir mit Tänzer_innen von tanzbar_bremen zusammen: Sie zeigen ihre Choreografien, wir suchen eine Sprache dafür. Am Samstagabend besuchen wir gemeinsam die Tanzvorstellung „Hullu apina“ in der Schwankhalle, damit wir am nächsten Tag darüber schreiben können. 

Die Teilnahmegebühr beträgt 40,- Euro, ermäßigt 30,- Euro, eine Anmeldung ist erforderlich und kann unter infos@tanzbarbremen.de oder telefonisch unter 0421-514 29 745 erfolgen. 

  

SCHREIBEN ÜBER TANZ

Am 5. Dezember 2018 macht sich das Team von tanzbar_bremen zusammen mit Fachleuten aus Kunst und Kultur, Journalist_innen und wortinteressierten Menschen auf die Suche nach neuen Formen des Schreibens über Künstler_innen mit Behinderung im Tanz, den Darstellenden Künsten und anderen gesellschaftlichen Kontexten. Bewusstsein schaffen, Stolpersteine erkennen und benennen, Qualitäten erfassen und das Formulieren von Betrachtung, Meinung und Kritik stehen im Mittelpunkt eines Workshops und der anschließenden Diskussionsrunde.

 

Mittwoch, 5.12.18 , 10.00 – 13.00 Uhr (Alter Saal Schwankhalle)

Über Künstler*innen mit Behinderung berichten – Tipps von leidmedien.de

Menschen mit Behinderung werden in den Medien häufig noch klischeehaft dargestellt. Als Opfer, die an ihrer Behinderung „leiden“ oder Held*innen, die „tapfer ihr Schicksal meistern“. Auch wenn es um Kunstschaffende mit Behinderung geht, steht noch viel zu oft die Behinderung an Stelle der künstlerische Leistung im Vordergrund. Judyta Smykowski vom Portal Leidmedien.de des Berliner Verein Sozialhelden erläutert anhand von Beispielen aus den Medien, wie Berichterstattung auf Augenhöhe gelingen kann.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. 

Anmeldung erforderlich unter: infos@tanzbarbremen.de

Für die Veranstaltung werden von tanzbar_bremen Teilnahmebescheinigungen ausgestellt.

 

Mittwoch, 5.12.18

14.00 – 16.00 Uhr (Alter Saal Schwankhalle)

Eingeladen zum Gespräch: Worte prägen das Bewusstsein

 

Tanz ist sinnlich, flüchtig, zeigt Bilder und erzählt oft keine Geschichte.

Mit Worten wird aber auch diese Kunstform beschrieben: für Ankündigungen, in Rezensionen, in Kritiken. Oftmals bestimmen dann die Worte mehr als das Erlebte. 

Die Frage, mit der wir uns beschäftigen wollen:  Wie können wir einen wertfreien Sprachgebrauch üben und etablieren, um die jeweiligen Kunstformen und ihre Inhalte in den Vordergrund des Reflektierens zu stellen? Wir haben verschiedene Menschen eingeladen, für die Worte und ihre Wirkung ein großer Teil ihres Berufs sind. Mit den unterschiedlichen Erfahrungen und Standpunkten wollen wir eine Tür öffnen, sich neugieriger, bewusster und selbstkritischer mit dem geschriebenen und gesprochenen Wort auseinanderzusetzen.

Moderation: Henning Bleyl

 

Donnerstag 6.12.18, 17.00 – 19.00 Uhr (Alter Saal Schwankhalle)

„Wort(e) fetzen!“   

Eine interaktive Tanz- Wort- Improvisation zum Mitmachen.

 

Nach einem kurzen spielerischen Kennenlernen aller Teilnehmenden wird das Prinzip der offenen Improvisation erklärt. Es wird für anderthalb Stunden, unterstützt durch Musik die Möglichkeit geben, sich allein, zu zweit oder in der Gruppe zu bewegen.

Überall im Raum werden Papier und Stifte bereitgehalten für diejenigen, die das Gesehene beschreiben wollen. Jede/r kann zwischen Tanz und Wort wechseln. Keiner MUSS sich bewegen oder Schreiben! Aber alle KÖNNEN!

Ein Experiment auf der Suche nach einer wertvollen Sprache für das, was beweglich ist und sich wandelt.

Die Veranstaltung ist kostenfrei!

 

Donnerstag 6.12.18, 19:00 – 22:00/ 21:00 Uhr (Foyer der Schwankhalle)

„Gesammelte Worte“

 

Präsentation der Ergebnisse der vorhergehenden Tage.

In gemütlicher Atmosphäre werden Texte aus den Workshops vorgelesen. Worte können angesehen, gehört und ausgetauscht werden.

Die Veranstaltung ist kostenfrei!

 

 

Die Veranstaltungen finden im Rahmen von „eigenARTig – Tanz für Alle“ statt. Gefördert von Aktion Mensch.

tanzbar_bremen e.V.

Buntentorsteinweg 168
D-28201 Bremen


infos@tanzbarbremen.de

 

fon: 0049-421-51429745

 

facebook tanzbar_bremen

 

Projekt KompeTanz

Buntentorsteinweg 168
D-28201 Bremen


infos@kompetanzbremen.de

 

fon: 0049-421-51429745

Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen:

„Inklusion bewegt Deutschland“, so lautet mein Motto als Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Was passt besser zu diesem Motto als ein inklusives Team, das Menschen mit Behinderungen durch Tanz und Bewegung auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet. Ich wünsche der „tanzbar_bremen“ und ihrem Projekt KompeTanz weiterhin viel Erfolg! 

Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen:

„Das Projekt stößt bereits auf bundesweites Interesse, da die Integration von Menschen mit Behinderungen in kreativen Berufen nach wie vor eine Ausnahme ist. Wenn das Modellvorhaben erfolgreich ist und wirtschaftlich tragfähig, kann daraus ein Integrationsprojekt mit Vorzeigecharakter werden.“