3. November 2015 | 10:00 – 14:00 Uhr | sch wa nk hal le, Alter Saal

ZEITGENÖSSISCHER TANZ TRIFFT GEBÄRDENSPRACHE

Workshop mit Doris Geist / KompeTanz (Deutschland)

 


Deutsche Gebärdensprache als Inspirationsquelle für das eigene Bewegungsvokabular: Durch Aufgaben und Übungen aus den Bereichen Tanz, Gebärden und Körperarbeit teilt die gehörlose Tänzerin, Choreografin und Workshopleiterin Doris Geist ihr Erfahrungswissen und ihre Praxis der ästhetischen Gestaltung mit den Teilnehmenden. Das Schnittfeld von Gebärden und zeitgenössischem Tanz bietet spannende Anregungen zum Erarbeiten und Erweitern individuellen Bewegungsmaterials. Es werden verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten erkundet und jede/r kann individuelle Anwendungsvarianten für sich entdecken und entfalten.

 

Teilnahme: Interessierte mit und ohne Beeinträchtigung, mit und ohne Vorkenntnisse im Tanz,

Unterrichtssprache deutsche Gebärdensprache, Übersetzung in deutsche Lautsprache wird ermöglicht. Maximal 20 Personen mit verbindlicher Anmeldung | Gebühr: 15,- Euro

Information + Anmeldung: festival@tanzbarbremen.de | 0049 (0)421 514 29 745

 

Doris Geist, 1964 in Frankfurt a.M. geboren, kam 1999 erstmals im tanzwerk bremen mit Neuem Tanz / Improvisation in Berührung. Kontinuierlich bildete sie sich ebendort sowie bei bewegungs-art Freiburg in zeitgenössischem Tanz, Contact Improvisation und Choreografie weiter. 2001 gründete sie mit anderen das Tanztheater TATH. Als Tänzerin wirkte sie ab 2004 in zahlreichen tanzbar_bremen-Produktionen mit, zuletzt 2014 in HEXEN GmbH. Selbst gehörlos, inspirierte ihre Idee, sich mit der taubblinden amerikanischen Autorin Helen Keller (1880-1968) auseinanderzusetzen, das Tanztheaterstück RAUSCHEN von Günther Grollitsch, in dem sie mittanzte. Sie unterrichtet Tanztheater, Neuen Tanz, Improvisation und Gebärdensprache, choreografiert eigene Stücke und tanzt in Bremen. Seit 2009 leitet sie mit Corinna Mindt die Workshops „Zeitgenössischer Tanz trifft Gebärdensprache“ im In- und Ausland. Im Juni 2010 bekam sie für ihr Stück „Verlorene Zeit“ mit dem Visuellen Theater Hamburg (UA auf dem Deutschen Gebärdensprache Theater (De-GeTh) Festival) den Preis für die beste künstlerische Gestaltung. In dem langfristigen Modellprojekt KompeTanz ist sie seit April 2015 Mitarbeiterin mit einer halben Stelle und leitet die Trainings und Workshops in Gebärdensprache. www.tanzbarbremen.com/kompetanz-bremen/


4./5. November 2015 | 10:00 – 15:00 Uhr | sch wa nk hal le, Alter Saal

STRUKTURIERTE IMPROVISATIONEN

Workshop mit Cie. BewegGrund (Schweiz)





Nach einem Warm-up, das BewegGrund in der langjährigen Arbeit mit Tänzer/inne/n mit unterschiedlichsten Voraussetzungen entwickelt hat, bieten Improvisationsaufgaben Gelegenheit, eigene Bewegungsmöglichkeiten zu erkunden und zu erweitern. Diese freien Übungen „schärfen“ die körperliche Aufmerksamkeit, die sich im Dialog mit anderen weiter entfaltet. Zudem stehen einige Momente aus dem Duett WIESO GEHT JEMAND QUER ÜBER EINEN RASEN, OBWOHL ES EINEN PFAD GANZ IN DER NÄHE GIBT? auf dem Workshop-Programm. Kleine Teile des auf dem Festival gezeigten Stücks können ausprobiert werden: eine Chance, aktiv vertiefende Einblicke in das künstlerische, choreografische Schaffen der Compagnie zu gewinnen.

 

Der Workshop findet im Rahmen des Interaktionsprogramms von eigenARTig statt. Im Vorfeld und während des internationalen Festivals inklusiver Tanzkunst erarbeiten mehrere mixed-abled Tanzkünstler/innen aus dem In- und Ausland mit ihren Workshopteilnehmer/inne/n kurze Sequenzen, die am letzten Festivalabend gebündelt in einem Showing gezeigt werden.

 

Teilnahme: Interessierte mit und ohne Beeinträchtigung, mit und ohne Vorkenntnisse im Tanz,

Unterrichtssprache Deutsch, Übersetzung in Gebärdensprache ist möglich.

Maximal 20 Personen mit verbindlicher Anmeldung | Gebühr: 30,- Euro

Die Teilnahme an der Präsentation am 8. November ist freiwillig – doch sehr willkommen.

Information + Anmeldung: festival@tanzbarbremen.de | 0049 (0)421 514 29 745

 

Compagnie BewegGrund ist das mixed-abled Ensemble des gleichnamigen Vereins in Bern, der den inklusiven zeitgenössischen Tanz seit 1998 auf mehreren Ebenen fördert. Teils in Eigenproduktionen, teils in Kollaboration mit weiteren Choreograf/inne/n und Künstler/innen bringt BewegGrund europaweit tourende Stücke auf die Bühne, die Akteuren wie Publikum ganz selbstverständlich vermitteln, dass es in der Tanzkunst keine Beschränkung auf den „perfekten“ Körper gibt. Kurse und Workshops im In- und Ausland gehören ebenso zu den Aktivitäten, wie die Arbeit in Schulen und das biennal veranstaltete Community Arts Festival als Plattform für professionelle Tanzproduktionen und lokale Projekte. Der Workshop wird geleitet von Susanne Schneider, einer der Choreograf/inne/n des am 6. November bei eigenARTig präsentierten DOPPELABENDS DER DUETTE, sowie der dort in WIESO GEHT JEMAND ... tanzenden, lernbehinderten Tänzerin Esther Kunz. www.beweggrund.org


tanzbar_bremen e.V.

Buntentorsteinweg 168
D-28201 Bremen


infos@tanzbarbremen.de

 

fon: 0049-421-51429745

 

facebook tanzbar_bremen

 

Projekt KompeTanz

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Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen:

„Inklusion bewegt Deutschland“, so lautet mein Motto als Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Was passt besser zu diesem Motto als ein inklusives Team, das Menschen mit Behinderungen durch Tanz und Bewegung auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet. Ich wünsche der „tanzbar_bremen“ und ihrem Projekt KompeTanz weiterhin viel Erfolg! 

Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen:

„Das Projekt stößt bereits auf bundesweites Interesse, da die Integration von Menschen mit Behinderungen in kreativen Berufen nach wie vor eine Ausnahme ist. Wenn das Modellvorhaben erfolgreich ist und wirtschaftlich tragfähig, kann daraus ein Integrationsprojekt mit Vorzeigecharakter werden.“