6. November 2015 | 10:00 Uhr & 20:00 Uhr | Doppelabend
sch wa nk hal le, Neuer Saal

 

Wieso geht jemand quer über einen Rasen, obwohl es einen Pfad ganz in der Nähe gibt? | Susanne Schneider & Jürg Koch / Cie. BewegGrund (Schweiz)


Was erwarte ich von der Liebe? Von Freundschaft? Von mir, dir, uns? Zwei junge Tanzende verweben ihre Bewegungsantworten. Klaviermusik und ein eingesprochener Text klingen mit, eine feinsinnige Collage zum Anderssein füllt den Raum. Das Streben nach Idealzuständen berge das Risiko des Gelingens, gibt eine Wortpassage zu bedenken. Denn würden sie erreicht, „was ist dann das Risiko? Dass nur ein Esel dabei herauskommt ...“ Inspiriert von Gesprächen mit der lernbeeinträchtigten Tänzerin zeichnet das mixed-abled Tanzpaar überraschende Blickwinkel, Suchbewegungen und Balancen in die Spielräume zwischen Geben und Nehmen, Festhalten und Loslassen.

 

Künstlerische Leitung, Choreografie: Susanne Schneider | Choreografie: Jürg Koch | Tanz: Esther Kunz, Kilian Haselbeck | Text: Michael Stauffer | Stimme: Susanne-Marie Wrage | Musik: Florian Favre | Dramaturgie: Marco Läuchli | Kostüme: Salome Egger | Licht: Barbara Widmer | Produktion: Cie BewegGrund | Unterstützt von: KulturStadtBern, SWISSLOS / Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Brändli-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, MBF Foundation, Pro Infirmis Bern, Stiftung Cerebral | UA 12/2014, Bern. Dieses Gastspiel wird unterstützt von Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung, Stadt und Kanton Bern.

 

 

 

Orthopädie or to be | Meret Schlegel & Kilian Haselbeck/ Cie. zeitSprung (Schweiz)

 

Ein topfitter junger Mann und eine betagtere schmale Frau tanzen. Wer oder was ist schwach oder stark? Wer „darf“ was? In einem verschmitzt augenzwinkernden Duett der Generationen treffen gewohnte Zuordnungen auf die eigensinnige Dynamik des Wollens. Zwischen der in der Welt ihrer Kunst hocherfahrenen Tänzerin und ihrem Bühnenpartner werden Unterschiede und Individuelles zum Nährboden, auf dem die gemeinsame Kreation steht, rennt, springt, rollt, innehält und weiter wächst. Passend zum Gestus performen die beiden Profis ihre Begegnung in Alltagskleidung: Sie schenken dem Ringen wie auch dem Einverständnis mit den Grenzen ihrer Möglichkeiten die Schönheit des Selbstverständlichen.

 

ORTHOPÄDIE OR TO BE wurde 2013 von dem renommierten Tanzpräsentationsnetzwerk Aerowaves mit einem Platz auf der Priority-List der 20 europaweit vielversprechendsten Produktionen ausgezeichnet. Im Jahr 2015 wird die Arbeit mit einem Schweizer Tanzpreis in der Kategorie „Aktuelles Tanzschaffen“ ausgezeichnet. Jurorin Tiziana Conte begründet:

„Die Begegnung zwischen Meret Schlegel und Kilian Haselbeck in ‹Orthopädie or to be› ist ungewöhnlich und unerwartet. Eine reife Frau und ein junger Mann. Prüfend mustern sie sich gegenseitig, anfangs behutsam und dann – indem sie die jeweilige Zerbrechlichkeit und die Stärke ihrer Erfahrung erkennen – immer wohlwollender. Sie provozieren sich, messen sich, geraten aneinander und treffen aufeinander. Humorvoll beschwören sie so Chimären und altbekannte Fragen über Generationsunterschiede und soziale Rollen. Schlegel und Haselbeck: Zwei Persönlichkeiten, die mit ausserordentlichem Respekt miteinander in Kontakt treten. Spielerisch, ironisch, locker. Schlicht und einfach ein bewegendes Spektakel.“

 

Konzept, Choreografie, Tanz: Meret Schlegel, Kilian Haselbeck | Dramaturgie: Nicole Gabriele Schöpfer | Musik: Matthias Frommelt | Kostüm: Irene Schweizer | Lichtdesign: Michael Omlin | Oeil extérieur: Jessica Huber, Cornelia Lüthi | Produktion: Cie zeitSprung | In Koproduktion mit: Tanzhaus Zürich | Unterstützt von: Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur, Ernst Göhner Stiftung, Migros Kulturprozent | UA 03/2013, Zürich.

Dieses Gastspiel wird unterstützt von Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung, Stadt und Kanton Bern.

 

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung um 20:00 Uhr.

tanzbar_bremen e.V.

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Projekt KompeTanz

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Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen:

„Inklusion bewegt Deutschland“, so lautet mein Motto als Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Was passt besser zu diesem Motto als ein inklusives Team, das Menschen mit Behinderungen durch Tanz und Bewegung auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet. Ich wünsche der „tanzbar_bremen“ und ihrem Projekt KompeTanz weiterhin viel Erfolg! 

Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen:

„Das Projekt stößt bereits auf bundesweites Interesse, da die Integration von Menschen mit Behinderungen in kreativen Berufen nach wie vor eine Ausnahme ist. Wenn das Modellvorhaben erfolgreich ist und wirtschaftlich tragfähig, kann daraus ein Integrationsprojekt mit Vorzeigecharakter werden.“