KIPPPUNKT

Ein Tanzstück in Schieflage

Auf unsicherem Boden erkunden zwei Tänzerinnen, drei Tänzer und ein 

Musiker wagemutig die Festigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen.

Sie bewegen sich an den Grenzen ihrer körperlichen und emotionalen Zustände, kippen von einem in den anderen, immer auf der Suche nach einem Gleichgewicht. 

Dieses Machtspiel zwischen bewegten Körpern und Musik fordert die Belastbarkeit und den Humor aller Beteiligten heraus und führt auf eine Reise durch persönliche Untiefen.

 

Die Tränen der Welt sind unvergänglich. Für jeden der anfängt zu weinen hört ein anderer irgendwo auf. Genauso ist das mit dem Lachen.

Samuel Beckett

 

Gemeinsam mit den Tänzer_Innen Esther Kunz und Kilian Haselbeck, die schon in den letzten Stücken von Cie. BewegGrund zusammengearbeitet haben, wurde der Weg zu neuen Arbeitsansätzen erkundet. Esther Kunz bringt ihre spezielle Bewegungssprache, ein fragiles, flatterndes Bewegungsmuster, bedingt durch ihre körperliche Behinderung, mit in die Arbeit ein. Einen Kontrapunkt dazu setzt die erdgebundene Präzision von Kilian Haselbeck, einem professionellen zeitgenössischen Tänzer aus der Schweiz.

Jenny Eckes durchlässig-feingliedrige, zeitgenössische Tanzsprache ist gepaart mit der sportlichen Kompaktheit von Oskar Spatz, - als Duo stellen sie das deutsche Pendant zum Schweizer Duett dar. Beide waren in Stücken von tanzbar_bremen zu sehen und der mit Down Syndrom geborene Oskar Spatz ist seit Januar 2016 als Praktikant bei tanzbar_bremen angestellt. Sein musikalische Erfahrung nimmt in KIPPPUNKT auch einen wichtigen Platz ein. 

Gänzlich neu in beiden Kompanien ist Alessandro Schiattarella. Als klassisch ausgebildete Tänzer mit einer exzellenten Bühnenkarriere und gleichzeitig fortschreitender physischer Beeinträchtigung aufgrund einer neuromuskulären Erkrankung ergänzt der Italiener die vielfältigen Tanzexpertise. In KIPPPUNKT treffen sehr unterschiedliche Tanzsprachen und Erfahrungswelten aufeinander. 

 

Der Komponist und Musiker Florian Favre war an dem Probenprozess kontinuierlich beteiligt und auch als Darsteller in die Erarbeitung mit eingebunden. Durch die ständige musikalische Auseinandersetzung mit den Darsteller_innen, deren szenischen Auseinandersetzung und der Suche nach einer Umsetzung der Thematik in entsprechenden auditiven Welten ist die Musik ein wichtiges formgebendes Element. In dem Zusammenspiel und dem Austausch mit den Darsteller_innen, vor allem auch mit dem Schlagzeuger und Tänzer mit Down Syndrom Oskar Spatz, hat er musikalisches Neuland erkunden.

Konzept/Choreografie: Günther Grollitsch

Produziert von: Cie BewegGrund und tanzbar_bremen

Veranstaltet von: steptext dance project

 

Tickets: unter 0421-520 80 70 und auf www.schwankhalle.de. Karten erhalten Sie auch im Internet bei www.nordwest-ticket.de, an allen bekannten Nordwestticket-Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Eintritt: 14,- / 9,- Euro (zzgl. VVK-Gebühr)

 

Mit freundlicher Unterstützung von

Béatrice Ederer-Weber Stiftung, Brändli-Stiftung, Burgergemeinde Bern, Kultur Stadt Bern, MBF Foundation, Migros-Kulturprozent, Pro Infirmis Bern, Rober & Rosa Pulfer-Stiftung, Ruth & Arthur Scherbarth Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Stiftung Corymbo, Stiftung Denk an mich, SWISSLOS/Kultur Kanton Bern, Waldemar Koch Stiftung

 

Die Aufführungen in Bremen wurden gefördert von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung undSWISSLOS/Kultur Kanton Bern

tanzbar_bremen e.V.

Buntentorsteinweg 168
D-28201 Bremen


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fon: 0049-421-51429745

 

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Projekt KompeTanz

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Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen:

„Inklusion bewegt Deutschland“, so lautet mein Motto als Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Was passt besser zu diesem Motto als ein inklusives Team, das Menschen mit Behinderungen durch Tanz und Bewegung auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet. Ich wünsche der „tanzbar_bremen“ und ihrem Projekt KompeTanz weiterhin viel Erfolg! 

Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen:

„Das Projekt stößt bereits auf bundesweites Interesse, da die Integration von Menschen mit Behinderungen in kreativen Berufen nach wie vor eine Ausnahme ist. Wenn das Modellvorhaben erfolgreich ist und wirtschaftlich tragfähig, kann daraus ein Integrationsprojekt mit Vorzeigecharakter werden.“